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Thommaso Le Seur und Francesco JacquierIm März 2003 jährte sich zum 260. mal jenes denkwürdige Datum der Veröffentlichung des Gutachtens über die Risse in der Kuppel der Peterskirche in Rom, das den Beginn des Einflusses wissenschaftlicher Analysen und Erkenntnisse auf die Bautechnik markiert.

Im Jahre 1743 erschien jenes bereits im Vorjahr Papst Benedikt XIV. unterbreitete Gutachten in Rom im Druck. In ihm wurde der Versuch unter-nommen, das Entstehen der besorgniserregenden Risse in der Kuppel der Peterskirche in Rom zu klären. Die Wissenschaftler:

 Ruggiero Guiseppe Bosovich (1711- 1787),
Thommaso Le Seur (1703- 1770) und
Francesco Jacquier (1711- 1788)

verglichen dabei jene aus der Kuppel herrührenden Kräfte, die den Tambour nach außen zu kippen bestrebt waren, mit jenen, die diesen entgegenwirkten. Das Defizit der letzteren empfahlen die Gutachter durch Anlegen zusätzlicher Stahlanker um die Kuppel herum zu decken. Bei der Dimensionierung der Anker griffen sie auf Ergebnisse von Materialversuchen zurück und führten ein Sicherheitsbeiwert in die Rechnung ein.

(Auszüge aus Bautechnik 70 (1993), Heft 3 von D. Conrad und Th. Hänseroth)



Beton kennt man bereits schon aus der Antike. Phönizier, Griechen und insbesondere die Römer errichteten beeindruckende Bauwerke mit diesem Baustoff, der damals unter dem Namen opus caementicium bekannt war.

Der Pariser Gärtner Josef Monier entdeckte mehr oder weniger durch Zufall um 1850 den Eisenbeton.

Bei der Herstellung von Blumenkübeln, die stabiler, leichter und dauerhafter sein sollten als jene aus Holz oder Stein, versuchte er diese aus Beton zu gießen.

Am Beispiel der Natur, dass z.B. Pflanzen in ihren Blättern eine Art Gewebe einlagern, die eine Stabilisierung des Blattes zur Folge haben, legte Josef Monier ein Drahtgeflecht in den Beton ein.

Das Ergebnis war, die Entdeckung des revolutionären Baustoffes Stahlbeton der mit seinen Materialeigenschaften in kürzester Zeit die Welt eroberte. 



IBT • Ingenieurbüro für Tragwerksplanung
Sicherheits- und Gesundheitsschutz

Dipl. Ing. (FH) Andreas Taglang
Zahnstraße 26, 88662 Überlingen
Tel. 07551/ 6 92 60, Fax 07551/ 94 50 29
e-mail taglang.ibt@arcor.de

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